Entwicklung des handelsrechtlichen Rechnungszinses

War der Rechnungszins zum 31.12.2014 noch bei 4,53%, so ist er per 31.12.2015 auf 3,89% abgestürzt. Dies führte bereits zum Ende des Wirtschaftsjahres 2015 zu exorbitanten Zuführungen zu den handelsrechtlichen Pensionsrückstellungen. Zwar ist der Rechnungszins durch die Neuregelung des § 253 HGB im Wirtschaftsjahr 2016 leicht gestiegen, sodass er per 31.12.2016 4,01% betrug. In den Wirtschaftsjahren 2017 und 2018 hat jedoch der dramatische Rückgang des Rechnungszinses wieder ungebremst Fahrt aufgenommen...

Darstellung der Rechnungszinsentwicklung seit 2016

Rechnungszinsentwicklung seit 12.2015

Zur Veröffentlichung der Rechnungszinsen durch die Deutsche Bundesbank geht's hier…

Im Laufe dieses Jahres hat der Rechnungszins basierend auf einer 7-Jahres Durchschnittsermittlung einen weiteren Meilenstein durchbrochen - das Absinken unter 3,0% !

Wie Sie der nachfolgenden Grafik entnehmen können, ist kurz- bis mittelfristig damit zu rechnen, dass der 10-Jahreszins der Entwicklung des 7-Jahreszins folgen wird und die Schallmauer von 3,0% ebenfalls durchbrechen wird! Jedoch wird dies nicht das Ende des dramatischen Absturzes des Rechnungszinses bilden, ganz im Gegenteil…

Den jüngsten Prognosen zufolge muss nämlich damit gerechnet werden, dass der handelsrechtliche Rechnungszins bis spätestens 2023 auf unter 2,0% fallen wird! Der 7-Jahreszins wird diese Schallmauer schon drei Jahre früher durchbrechen.

Prognose der Rechnungszinsentwicklung bis 2024

Rechnungszinsentwicklung

Zudem werden sich die Zinssätze bis 2024 voraussichtlich wieder entsprechen, sodass der bilanzielle Entlastungseffekt spätestens dann verpuffen wird.

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