Kapital statt Rente

Die Null-Zins-Politik der EZB hat enormen Einfluss auf die Höhe der handelsrechtlichen Pensionsrückstellungen. Da sich der handelsrechtlich anzuwendende Rechnungszins seit In-Kraft-Treten des BilMoG an der Entwicklung des Kapitalmarktes orientiert, führt die EZB-Politik dazu, dass der handelsrechtlich anzuwendende Rechnungszins unaufhaltsam sinkt.

Als ein Mittel zur Begrenzung der für unmittelbare Versorgungszusagen in der Handelsbilanz zu bildenden Pensionsrückstellungen hat sich die Umstellung von einer rentenförmig zugesagten Altersversorgung auf eine Kapitalzusage bewährt. Dabei werden die rentenförmigen Versorgungsleistungen auf der Grundlage einer ertragsteuerlichen Bewertung nach § 6a EStG zum jeweiligen Stichtag in eine wertgleiche Kapitalleistung umgewandelt.

Durch die Umstellung von einer rentenförmigen Altersversorgung in eine Kapitalzusage wird das sog. Langlebigkeitsrisiko eliminiert. Aus einer ungewissen Verpflichtung (hinsichtlich des Zeitpunktes des Eintritts und der Höhe der Verpflichtung) wird eine gewisse Pensionsverbindlichkeit (lediglich im Hinblick auf den Eintritt eines vorzeitigen Versorgungsfalles verbleibt noch eine Ungewissheit). In der Folge ergibt sich eine spürbare Entlastung der Handelsbilanz.

Weitere Informationen zur Umstellung auf eine Kapitalzusage finden Sie hier...

Unseren Beitrag "Kapital statt Rente" in der Gestaltenden Steuerberatung finden Sie hier...

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